Montag, 16. April 2007

Und wenn ich grade nicht arbeite....


Was läuft am Wochenende? Also erst mal gibts da einen Tiroler namens Didi, der im Royal Papua Yacht Club eine kleine Segelyacht liegen hat. Die „Olgeta“ braucht zwar noch jede Menge neuen Lack, funktioniert aber tadellos. Also gemma Sonntags meistens segeln.

das ist der juergi
Mit von der Partie sind Jürgen, seines Zeichens Oberösterreicher und Pilot bei Airlines PNG

genau wie Didi, dann Flora, Didis Freundin und werdende Mama und sonstige wechselnde Besatzung. Wir erkunden die riesige Bucht von Port Moresby, segeln hinaus zu den umliegenden Inseln, essen mit schmierigen Fingern Grillhendl mit Chillisosse (weil die hier leider die Voegel kaum wuerzen) und springen zwecks Grundreinigung und Abkuehlung ins Wasser.

Samstags organisieren meistens Lorena und ihr Mann, Richard (Koordinator bei UNDP) einen Ausflug. Das sieht dann so aus: auf einem Parkplatz treffen sich alle, die mitfahren wollen und bringen was fürs Picknick mit. Diejenigen, die einen 4WD haben, übernehmen das Fahren.
Oft ist George (siehe Schnorchlerfoto), ein Freund der Familie, unser Guide. Allerdings scheint er ein Garant für unvorhergesehene Wendungen zu sein. Irgenwas passiert immer.
Beim ersten Ausflug sind wir voll im Schlamm stecken geblieben und beim zweiten Ausflug ist der Außenbordmotor des Boots, das uns zur Insel übergesetzt hat, kurz vor dem Ziel eingegangen. Aber eigentlich war das viel lustiger als wenn alles glatt gegangen wäre.



So komme ich praktisch jedes Wochenende raus aus der Stadt und wir hängen an Stränden herum, umschnorcheln Korallenriffe herum und lassen es uns gutgehen.
Da ich bei fast allem, was mit Wasser zu tun hat, seekrank werde, muss ich aufs Tauchen leider verzichten. Angesichts der unzaehligen Korallenriffe, des glasklaren Wassers und der vielen bunten Fische natuerlich ein Jammer. Also hab ich mir ein Schnorchelzeug besorgt und plansche neugierig zwischen Nemos und sonstigen Flossentieren herum. Das macht viel mehr Spass, als nur zu Schwimmen. Und ich werde fast gar nicht seekrank!

Um dem drohenden koerperlichen Verfall entgegenzuwirken, bin ich seit kurzem Mitglied beim Port Moresby Road Runners Club. Mein Koerper ist allerdings bisher noch gar nicht von der Sinnhaftigkeit meines Tuns ueberzeugt.

Ich krieg kaum Luft, schwitze tierisch und habe fuerchterliche Laufzeiten, die zu allem Ueberfluss auch noch im Post Courier jeden Montag veroeffentlicht werden.

Die Grimasse auf dem Foto, die eigentlich ein Laecheln werden sollte, wirkt nicht ohne Grund ein bissl gequaelt. Und dabei waren es nur 2,2 Km! Bin wohl doch noch nicht so gut akklimatisiert, wie ich dachte. Gegen die Einheimischen haette ich aber auch sonst keine Chance.

Der beste Laeufer (der ganz duenne Schwarze rechts neben dem ueppigen Weissen) laeuft 6.5 Km auf staendig wechselndem Gelaende und einigen steilen Anstiegen, bei 30°C in weniger als 25 Minuten, barfuss!!! Keiner von den Expats kommt da auch nur annaehernd hin.

Sonntag, 15. April 2007

Naechtliche Ueberraschung



Eines Nachts hatte ich einen ungebetenen nächtlichen Besucher. Aufgeweckt durch die Hitze wollte ich mir was zu trinken holen. Da entdecke ich in meinem Esszimer eine riesige fette Spinne. Mit Angst und Grauen und einer Dauergänsehaut trotz 31 Grad Zimmertemperatur habe ich das Viech gefangen und hinausgeworfen. Nun meine Frage: Wer wiß, was das für eine Spinne ist. Zum Größenvergleich: Am Foto sitzt sie auf der ersten Seite des Telefonbuchs (das ich in meiner Panik zerfetzt habe, um sie einzufangen). Sie hatte ungefähr das Gewicht einer Maus. Zweckdienliche Hinweise und ärztlicher Rat im Falle einer Attacke erbeten. Mit Abstand das grauslichste, was mir hier bisher passiert ist.

Zur Beruhigung hier noch mein Ausblick auf den Vollmond.

Montag, 2. April 2007

Erdbeben und Tsunami bei den Solomon Islands

Entwarnung fuer alle, die vom Erdbeben bei den Solomon Islands und dem darauffolgenden Tsunami gehoert haben:
Weder mir noch meinen Kollegen auf Bougainville ist etwas passiert. Das Beben war in Port Moresby nicht spuerbar, aber Mario und Carsten auf Bougainville duerfte es ein bissl durchgebeutelt haben. Die Westkueste von Bougainville war betroffen, allerdings verlaeuft die Hauptverkehrsverbindung (ist eigentlich auch die einzige) auf der anderen Seite der Insel. Die Inselregion Milne Bay im Osten Paua Neuguineas soll betroffen sein. Habe aber keine naeheren Informationen.
Die am staerksten betroffene Region ist um Gizo (gehoert zu den Solomons) herum, das als Tauchparadies bekannt ist.