Samstag, 8. September 2007


In Port Moresby haben sich neue Freizeitaktivitaeten aufgetan. Ich bin nun den Bushwalkers beigetreten. Das Rennen im Roadrunners Club hab ich aufgegeben. Die waren mir zu wettbewerbsorientiert. Oder anders gesagt, ich derschnauf es nicht. Mit den Bushwalkers komme ich sehr gut zurecht und zudem gibt es mir das Gefuehl, eine liebe Gewohnheit, das Wandern naemlich, weiterfuehren zu koennen. Also jeden zweiten Sonntag in die Bergschuhe und auf gehts. Da bekommt man auch mal was anderes zu sehen, als wenn man nur dauernd mit den Auto herumfaehrt. Der Anblick auf diesem Foto hat mir allerdings fast das Herz gebrochen. Schliesslich hatte ich auch mal so einen, und es war noch dazu mein allererster!

Die Wanderungen fuehren uns meist durch die umliegenden Doerfer und auf die Huegel (Berge sind es so nahe an Moresby dann doch noch nicht). Das Schwein ist in PNG von hohem Wert. Es ist Zahlungs- und Tauschmittel, wird als Brautpreis verwendet und bei Festen aller Art in rauen Mengen verspeist. Die Viecher laufen frei im Dorf herum, in trauter Eintracht mit den Dorfbewohnern.

Mit den ueblichen Verdaechtigen (sprich der bunten Expat-Gemeinde) tut sich auch immer wieder ein bissl was. Kuerzlich waren wir wieder im Varirata Nationalpark, diesmal aber mit mehr Wandern und weniger Essen, was uns allen ganz gut getan hat. Hier ein Gender-Unbalanced-Beweis: direkt neben mir steht Marion, die junge Franzoesin, mit der ich auch am Sepik war (falls ihr Euch nicht erinnert, das war die Geschichte mit den Krokodilmaennern).

Die Gute ist inzwischen wieder in Frankreich. Die Abschiedsparty war echt super. Bekleidungsvorschriften (Meriblaus fuer Maedchen, Peniskoecher fuer Buben) wurden zwer leider nicht von allen eingehalten, aber einzelne Mutige gab es doch. Hier nur ein Bilddokument, aber ein paar mehr absolut sehenswerte Fotos gibt es auf Marions Fotoalbum. Da koennt ihr zum Beispiel auch sehen, wie ich mit Klebeband den Rhythmus zu alten Gitarrenhadern mache.
http://picasaweb.google.com/marion.allet/PNGGoodbyeParty?authkey=euE5VXJbBaI

Zwischendurch war ich auch mal wieder unterwegs, im Hochland diesmal. Ein dreitaegiger Workshop mit dem Family Life Apostolate hat mich nach Goroka in ein pastorales Konferenzzentrum gefuehrt, das auch als „Sommerfrische“ fuer die frommen Brueder, Schwestern und Patres dient. Sehr idyllisch, und ein angenehmes Klima wie bei uns in einem warmen Fruehling.

Dementsprechend ist auch das Angebot auf dem Markt ein reichhaltigeres als in POM. An diesem Vormittag hat es zuvor geregnet, was den Besuch des Marktes zu einem gefaehrlich rutschigen Abenteuer gemacht hat. Und in dem Gatsch will nun wirklich niemand landen. Konnte diesen Test aber unfallfrei bestehen und hab mich ordentlich mit frischen Gemuese eingedeckt.

Und dann hab ich noch was anderes erstanden, das hoffentlich demnaechst bei meinen Toechtern in Graz eintreffen wird. Die Ware dieses Herrn im Bild sollte mit Father Luke, dem Direktor des Catechetical Liturgical Institute (fragts mich bitte nicht, was die machen), Ende September nach Oesterreich reisen. Wenn das tatsaechlich klappt, wird es fuer meine Maedels die erste Begenung mit einem waschechten Papua Niugini werden. Bin schon gespannt, was sie sagen werden...