Samstag, 17. November 2007
Zum Geburtstag einen Bloooohhhooog, ...
Nach einer etwas längeren Pause melde ich mich wieder zurück mit ein paar Geschichten vom anderen Ende der Welt. Diesmal bunt gemischt Lustiges und Ernstes. Das Schreiben ist gerade heute eine recht schwierige Aufgabe, weil ich noch dabei bin, mich von meiner kleinen Geburtstagsfeier zu erholen. Ein paar Bierchen haben genügt um mich heute auf Zeitlupengeschwindigkeit herunterzubremsen. Drum bitte nicht so streng sein mit meinem Geschreibsel.
Das Hinterland von Port Moresby (Sogeri)
Der Tag ist wie geschaffen zum zu hause bleiben. Seit einer Woche hängt ein Zyklon über uns und es regnet schon den sechsten Tag ununterbrochen. Nächtlicher Kälterekord 25 Grad Celsius. Ich trage Socken, schlafe mit einem Leiberl und trinke heissen Tee. Alles ist relativ! ;-)
Dass es diesmal so lange keine Neuigkeiten auf dem Blog gegeben hat, lag hauptsächlich daran, dass zuviel passiert ist und ich einfach überhaupt keine Zeit für irgendwas hatte. Aber die stressige Zeit ist jetzt überstanden und die nächsten Wochen bis Weihnachten werden etwas geruhsamer über die Bühne gehen. Diese Geruhsamkeit ist nur zum Teil beabsichtigt. Ein wichtiger Teil des Programms wurde von der Geberorganisation kurzerhand suspendiert, weil die der Ansicht sind, wir verkaufen unter dem Titel Mentoring eigentlich etwas anderes, was nicht im Projekt vorgesehen war. Und ausserdem reisen wir (ich?) zu viel. Na ja, ich will die ganze unerfreuliche Geschichte hier nicht noch einmal breittreten. Nur soviel sei gesagt, dass ich mit meinem Counterpart Robert ordentlich im Clinch gelegen bin und schon gründlich die Nase voll hatte. Inzwischen haben sich die Wogen geglättet, die Stimmung im Büro bessert sich auch langsam und ich habe vorerst beschlossen, nun doch nicht wie der Vercingetorix dem Cäsar die Waffen vor die Füsse zu schmeissen (siehe Asterix bei den Römern – glaub ich).
Mitverantwortlich für die - im Gegensatz zum Wetter - sich klärende Büroatmosphäre sind die letzten zwei Veranstaltungen, die ich gestaltet und moderiert habe.
Gestern und vorgestern hatte ich die Ehre, eine Schulung über Logframe (für nicht-Insider, das ist ein Projektplanungsinstrument) abhalten zu dürfen. Die Leiter der diversen katholischen Commissions, wie Bildung, Caritas, HIV-Aids, Gesundheit, Family Life Apostolate, sowie mein spezieller Liebling Robert und unsere Project Officer von Caritas Australien, Maryanne (g’scheite Frau, kommt von Bougainville) haben zwei Tage lang brav die Schulbank gedrückt und meinen Ausführungen gelauscht. Alles ist gut gelaufen und als ich am Schluss die Rückmeldung „zum ersten mal war das Meeting nicht fad“ bekommen habe, hab ich mich natürlich sehr darüber gefreut.
Eine Übung fürs Teambuilding „Blinde führen“
Davor gabs eine Klausur für alle Angestellten der Katholischen Bischofskonferenz, bei der es um Vision, Mission, Teambuilding und ein Mitarbeiterhandbuch ging. Da mein Robertl ja meist nicht einmal das Programm durchliest, musste ich die Moderation fast ausschliesslich allein machen. So ärgerlich das einerseits ist, hat es doch andererseits zur Folge, dass alles glatt gegangen ist, die Ergebnisse erzielt wurden, die geplant waren, und ich mir guten Gewissens auf die Schulter klopfen kann. Na und zum Lernen zwingen kann ich den guten Mann ja schliesslich nicht. Obwohl ich manchmal Lust dazu hätte...
Robert beim fiktiven Interview mit (vlnr) William, der Handwerker, Vero, die Immobilienmanagerin, Fredy, der Putzmann und liebster männlicher Kollege, und Joe, der Buchhalter. Als Mikrofon dient mein Moskitorepellent ;-)
Jedenfalls sind jetzt alle voll begeistert von mir, und so macht das Arbeiten auch wieder mehr Spass, wenn auch der Wermutstropfen bleibt, dass meine Kollegin Lorena nach Fidschi ausgewandert ist. Werd sie wohl irgendwann mal dort besuchen müssen. Auch nicht schlecht.
Abonnieren
Posts (Atom)


