Donnerstag, 14. Mai 2009


Ähnlich wie in Österreich, wo Schulklassen nach Mauthausen fahren, um sich mit den Schrecklichkeiten unserer Geschichte auseinander zu setzen, so kommen auch hierher die Schüler mit ihren Lehrern, um „in den Rückspiegel zu sehen, damit man vorne keinen Unfall baut“ (Zitat des Lehrers).
Auf diese Insel hat mich mein Französischlehrer, ein ganz liebenswürdiger senegalesischer Professor in den Sechzigern, begleitet. Seine langjährigen französischen Kollegen sagen über ihn, dass sie noch nie auch nur einen einzigen Fehler in seinem Französisch gehört haben, obwohl das gar nicht seine Muttersprache ist. Seine private Büchersammlung umfasst 3000 Exemplare, und sein Wissen geht noch weit darüber hinaus. Kurzum: Er war einfach super!
Mein zweiter Lehrer, ein junger Franzose, hat mich zu sich nach Hause eingeladen und seinem senegalesischen Schwiegervater vorgestellt, einem Mitarbeiter im Forschungsministerium, der schon mehr von Europa gesehen hat als ich selbst, und der gerade erst von einer Mission aus Togo zurückgekehrt war. Also ein besonders interessanter und auch ein sehr sympathischer Gesprächspartner für mich.

Und grade als ich mich in Dakar eingelebt hatte, war es auch schon wieder Zeit, weiterzuziehen, meinem endgültigen Ziel entgegen: Lomé – Togo!

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