Sonntag, 30. September 2007



Obwohl die meisten Gebaeude in Arawa immer noch aussehen, als waere die Krise gerade erst zu Ende gegangen, ist es hier, im Gegensatz zu Port Moresby, kein Problem, alleine auf der Strasse herumzuspazieren. Ich bin aber schon so daran gewoehnt, dass ich nur das allernoetigste auf der Strasse zu Fuß gehe (aus Sicherheitsgruenden, nicht aus Faulheit!), dass ich anfangs diese Freiheit gar nicht so recht nutzen konnte. Hat ein bissl gedauert, bis ich mich damit wieder wohl gefuehlt habe. Man wird mit der Zeit schon seltsam in diesem Land.
Weisse Frauen sind hier allerdings immer noch ein sehr, sehr seltener Anblick, und so wurde ich am Markt so sehr bestaunt und es wurde so viel hinter mir hergekichert, dass ich das Gefuehl hatte, dass sich fuer die Waren hier nur noch wenige interessierten.
Die Bewohner von Bougainville sind ethnisch naeher mit den Solomon Islanders als mit den Papua Niuginians verwandt. Hier findet man die schwaerzeste schwarze Hautfarbe der Welt. Es ist am Anfang schon sehr ungewohnt, wenn man in diese wirklich fast pechschwarzen Gesichter schaut. Das Weisse in den Augen tritt noch viel starker hervor, und die weissen Zahene, soferne sie nicht vom Betelnusskauen verschandelt sind, strahlen hervor wie ein Aufblendlicht an einem Lastwagen um Mitternacht. Bougainvillians sind deutlich selbstbewusster und stolzer als die meisten Menschen hier. Und sie sind auch offener und zugaenglicher. Und ausserdem sind sie, meiner Meinung nach, wesentlich huebscher und auch etwas groesser.

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